Shared Professorship
Das Deutschlandradio berichtet darüber, daß man an der Uni Karlsruhe (KIT) wieder einmal eine besonders elastische Auffassung von der Professur hat und Leute gleichzeitig an der Uni als Professor und in der Industrie arbeiten läßt.
Was ich davon halten soll, muß ich mir aber erst noch überlegen.
Vorteile sind sicherlich, daß die Leute nicht mehr im eigenen Saft schmoren und unter akademischem Sauerstoffabschluß leiden, sondern Kontakt zur Realität bekommen.
Nachteile sind, daß das natürlich der Unabhängigkeit und Neutralität enorm abträglich ist.
(Danke für den Link!)
4 Kommentare (RSS-Feed)
Schreibfehler? vielleicht war „zwischen Forschung und Wirtschaft” gemeint?
nehm ich mal an erscheint aber im zusammenhang schon witzig 😛
einer wollte sich die Professur fast kaufen, in dem er von irgendwelchen Firmen den Industrieanteil der Finanzierung organisierte, obwohl geplantes Thema nur aus Buzzwörter Powerpoint Folien bestand und kein echtes Konzept dahinterstand. Lustig ist das es vom KHYS einfach durchgewunken wurde.
Zum Glück konnte das Präsidium dem noch ein Riegel vorschieben und hat die Shared-Professur in eine Industriefellowship umgewandelt, waswohl darauf zurück zu führen ist, dass ein Mitglied des Präsidiums mit der Arbeit des besagten Doktors sowie seiner Betreuerin vertraut war. Es hieß schon für eine Professur am KIT muss man nur 200000 € organisieren.
zitat: “Anders als die Meisten musste sie sich nicht sofort zwischen Forschung und Wissenschaft entscheiden.”
bug oder feature? ich dachte immer forschung hätte auch was mit wissenschaft zu tun.
im endeffekt kommts drauf an was die leute tatsächlich machen – erstellung/auswertung von studien/forschungen mit öffentlichkeitswirkung, dann muss man das sicherlich kritisch sehen.
bei technischer entwicklung hat das durchaus seine berechtigung vorallem wenns wie bei ingenieuren um upscale-probleme geht aber ich dachte immer das sowas letztlich bisher auch über partnerschaften funktionierte.
selbst bei den technischen gebieten muss man da kritisch bleiben und fragen ob damit nicht innovation verhindert wird und lieber am industriestandard weiter gefrickelt wird (z.B. nen beschissenen, properitären standard weiter aufblasen als mit was eigenem kommen).
also nicht dass die unis das nicht auch alleine vermurksen könnten…
zumal ja wahrscheinlich die eigentlichen forschungsäffchen, doktoranten, diplomanten und studies weiter an der uni bleiben (unter den entsprechenden bedingungen) nur dann direkt industrieforschung betreiben, deren ergebnisse dann privatisiert werden. – die gefahr besteht ja aber auch heute schon.
überhaupt wo soll da eigentlich der große unterschied sein? immerhin gibts genügend professoren die sich so schon nebenbei was verdienen (beraterjobs, private firmengründungen aus uni-forschungen, etc.)
zu guter letzt stößt mir noch der industie-phd ein bissel auf, das klingt so sehr nach der guttenberg-masche is aber vllt. auch nur paranoia…