Forschungsmafia: Titelhandel · Forschungsbetrug · Wissenschaftskorruption · Hochschulkriminalität

Papers vom Geist geschrieben

Hadmut Danisch
25.9.2013 22:43

Die Variante ist auch mal neu.

Ein Leser weist mich gerade auf diesen Artikel hin. Ein Paper von Leuten, die es nicht gibt. Und wo wurde es veröffentlicht? Na, wieder bei Elsevier. Wo sonst würde man sowas erwarten.

Allerdings kannte ich diese Version noch nicht.

Es gibt Fälle, in denen Leute über was schreiben, was es nicht gibt.

Es gibt Fälle, in denen Leute nicht wussten, dass sie als Autor irgendwo draufstanden, weil sich irgendwelche unbekannten Leute mit einem bekannten Namen schmücken wollten.

Es gibt Fälle (und das gab es ja bei Elsevier auch schon), in denen Industrievertreter Aufsätze schreiben und gegen Geld Universitätsprofessoren als Autoren ausgeben, damit es wissenschaftlich und neutral aussieht.

Aber dass die jetzt Autoren draufschreiben, die es gar nicht gibt, und trotzdem wahre Dinge reinschreiben, ist neu. Im Artikel wird ja Forschungssabotage vermutet, jemandem zuvor kommen. Könnte aber auch gut sein, dass es wieder die Pharmaindustrie war, die für ihre Produkte wirbt und nicht selbst draufstehen will.

Ein Kommentar (RSS-Feed)

Arno Bernheim
5.10.2013 12:47
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Neu ist es nicht: Siehe Nicolas Bourbaki http://de.wikipedia.org/wiki/Nicolas_Bourbaki, der am Anfang seiner Autorenkarriere nicht als Pseudonym einer Gruppe von Mathematiker bekannt war.